Optimierung von Wärmenetzen

Wärmenetze an Biogasanlagen können wirtschaftlicher und effizienter betrieben werden.

Wärmenetze sorgen nicht nur für eine gute Ausnutzung von Biomasse-Energie in KWK-Anlagen, sondern beliefern auch Haushalte sowie kommunale und gewerbliche Gebäude in ländlichen Regionen mit kostengünstiger Wärme und tragen zur Zukunftsfähigkeit dieser Dörfer bei.

Herausforderungen

Die Betreiber stehen vor der Herausforderung, die Wärmenetze wirtschaftlich zu planen und zu führen, um eine Vielzahl von nicht selten mehreren hundert Wärmekunden sicher zu versorgen. Die Wärmelieferung bis zum Haus muss so gesteuert werden, dass die dahinter liegenden Heizungsanlagen, die von den Eigentümern individuell betrieben werden, optimal versorgt sind. Nicht nur ein enger Kontakt zum Kunden ist notwendig, um den jeweiligen Bedarf entsprechend zu regeln, auch die Anlage muss krisensicher laufen und das Wärmenetz entsprechend ausgelegt sein. Gleichzeitig steigen die technischen und wirtschaftlichen Anforderungen an die Betreiber: Neue Wärmekunden wollen sich nachträglich anschließen lassen, der Einsatz von Holzhackschnitzeln muss wegen steigender Preise gesenkt werden oder neue rechtliche Rahmenbedingungen erfordern Effizienzsteigerungen.

Lösungsansätze

Im Rahmen eines Projektes, das von November 2013 bis Oktober 2014 durchgeführt wurde, sollten typische Mängel und Lösungsansätze zur Optimierung von Wärmenetzen identifiziert werden. Anlagenbetreiber und Planer aus den Bioenergie-Regionen Wendland-Elbetal und Göttinger Land trugen Betriebsdaten und Erfahrungswerte zusammen, die vom Ingenieurbüro UTEC GmbH aus Bremen systematisch ausgewertet wurden.

Die Projektergebnisse wurden von Ingenieur Heinz Eggersglüß in einer Seminarreihe in Norddeutschland vorgestellt. Die Ausrichtung der Seminare erfolgte durch die Bioenergie-Region Wendland-Elbetal, die Akademie für erneuerbare Energien aus Lüchow sowie durch weitere Bioenergie-Regionen in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.


Seminarreihe stellt Projektergebnisse vor © Andreas Birresborn

Ergebnisse

Die Projektergebnisse bringen einigen der beteiligten Wärmenetzbetreiber schon heute bares Geld. So sind beispielsweise die Netzpumpen häufig überdimensioniert, so dass die vorhandene Regelung nicht zu optimalen Verhältnissen führt. Beim Austausch der Netzpumpe lohnt sich daher ein genauer Blick auf die richtige Dimensionierung und gegebenenfalls die Wahl einer Hocheffizienzpumpe. Ein weiteres Problem besteht in dem zu häufigen Betrieb des Notkühlers, der zur Folge hat, dass die BHKW-Wärme weniger genutzt wird als möglich, was sich direkt in unnötig hohen Kosten niederschlägt.

Partner & Organisationen

Downloads

Regionskarte mit Standorten der Biogasanlagen