Bioenergie-Region Wendland-Elbetal

Ziele bis 2011

1. Wertschöpfungsziel:

Bioenergie regionalisiert mind. 58 Mio. € jährliche Wertschöpfung bei 15%iger Effizienzsteigerung

  • Die produzierten Biobrennstoffe werden nicht exportiert, sondern zu 100 % in der Region eingesetzt und substituieren fossile Energieimporte. Die Wertschöpfungsanteile von Bioenergie am Energiemix werden gesteigert auf 33 Mio. € bei Strom, 18 Mio. € bei Wärme und beim Verkehr auf 7 Mio. €.
  • Die Veredelungsschritte der Biomasse zum Energie-Endprodukt (Strom, Bewegung, Wärme) laufen zu 80 % in der Region ab (zusätzliche Wertschöpfung 3 Mio. €).
  • Die Produktivität der Energiebereitstellung bzw. die Effizienz der Energienutzung steigt um 15 % (= 1 Mio. € Einsparung) bei gleichzeitig nachhaltigem Umgang mit Biomasse (umweltverträglicher Anbau, effizienteste Verwertungspfade, Einbindung biogener Abfälle).

Meilensteine/Maßnahmen

Meilensteine/Maßnahmen

  • Es sind mindestens 2 neue Patente (Biogaswäsche u. a.) bei heimischen Bioenergie-Unternehmen angemeldet und 20 neue Arbeitsplätze geschaffen.
  • In der Region sind 3 weitere Aufbereitungsverfahren von Biogas unter verschiedenen Rahmenbedingungen umgesetzt und in ihrer Wirtschaftlichkeit verglichen und bewertet.
  • Mindestens 2 Einspeisepunkte von Biogas ins Erdgasnetz sind errichtet. Bäuerliche Biogasanlagen realisieren eine Verbundaufbereitung und -einspeisung in Kooperation mit e.on Avacon. (geplante Einspeispunkte: Lüchow und Dannenberg)
  • Aufbau eines flächendeckenden Biogasnetzes in Kooperation mit e.on Avacon

2. Mobilitätsziel:

Bioenergie schafft die Wende im Mobilitätssektor mit 10 % Marktanteil

  • 2 % Marktanteil öffentlicher Verkehr: Dafür werden 25 % der regionalen ÖPNV-Busse auf Gasbetrieb umgestellt.
  • Machbarkeit für die Umrüstung und den Betrieb eines Biogaszuges (für Güter und/oder Personenverkehr)
  • 8 % Marktanteil Individualverkehr: Die Markteinführung von Biomethan als Treibstoff (WEGAS) wird fortgesetzt, mit dem Ergebnis, dass jeder vierte neuzugelassene PKW in der Region über Methanantrieb verfügt (derzeitiger regionaler Markterfolg liegt bei 10 % Neuzulassungsquote gegenüber 0,01 % im Bundesdurchschnitt!).

Meilensteine/Maßnahmen

Meilensteine/Maßnahmen

  • Leitprojektstudien für Biogas-Zug und Biogas-Bus
  • Mobilitätskampagne (Zielgruppe: Endverbraucher und Schulung für Autohandel)
  • Eine weitere Biogastankstelle ist errichtet.

3. Profilierung als Kompetenzregion:

Bioenergie profiliert die Region als Kompetenzregion nach innen und außen
Etablierung der Akademie für Erneuerbare Energien Lüchow-Dannenberg GmbH

  • Im Jahr 2009 hat die international arbeitende Akademie für Erneuerbare Energien ihren Betrieb aufgenommen. Sie organisiert den Know-how-Transfer und die Fortbildung der heimischen Wirtschaft, nutzt die heimischen Bioenergieanlagen zur praxisbezogenen Ausbildung überregionaler Studenten und Fachkräfte.

Meilensteine/Maßnahmen

Meilensteine/Maßnahmen

  • Start des ersten Masterstudiengangs „Erneuerbare Energien“ in Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg im Herbst 2009
  • Schaffung von praxisorientierten, aktuellen und bedarfsgerechten Bildungsangeboten für Fach- und Führungskräfte zu den Themenbereichen Energieeffizienz – Energieeinsparung – Erneuerbare Energien (jährlich 50 Bildungsprodukte in Zusammenarbeit mit regionalen Bildungsträgern)

Stärkere Einbindung der Kommunen und der Politik in die künftige Entwicklung der Bioenergie-Region Wendland Elbetal

Meilensteine/Maßnahmen

Meilensteine/Maßnahmen

  • Erhebung/Ergänzung/Aktualisierung und Auswertung von Basisinformationen zur Optimierung der Energiekosten in öffentlichen Gebäuden / Einrichtungen und zur Vorbereitung von Umsetzungsstrategien für Kommunen, damit diese den Anforderungen der EU-Energieeffizienz-Richtlinie nachkommen können (Energiemanagementagentur – emma und KLIMAWERK).
  • Durchführung eines Wettbewerbs zur Errichtung von Modelldörfern der Energieeffizienz – Energieeinsparung – Erneuerbare Energien
  • Einbindung in Entscheidungs- und Entwicklungsprozesse (ständiger Arbeitskreis: Arbeitsgemeinschaft der Hauptverwaltungsbeamten); konkrete Ansprechpartner für kommunale Liegenschaften und Gebäudewirtschaft
  • Unterstützung und Beteiligung am Forschungsprojekt „EE-Regionen: Sozialökologie der Selbstversorgung“
  • Beteiligung am Klimabeirat „Klimaschutzkonzept für den Landkreis Lüchow-Dannenberg“ und Begleitung der Umsetzung der Modellvorhaben aus dem Klimaschutzkonzept
  • Abstimmung mit dem ACCR – AWARENESS OF CLIMATE CHANGE FOR REGIONS – „Klima schützende und Energie vermeidende Regionalplanung“ (Interreg 4b-Projekt Hafen-City-University Hamburg und Metropolregion)

4. Clustermanagement Industrienetzwerk

Schwerpunkt: Energieeffizienz, Stoffstrommanagement und Technologietransfer

Die Etablierung eines Clustermanagements (Anstellung eines Clustermanagers) ist ein wesentliches Argument für Standorttreue und Zukunftsvisionen der Unternehmen vor Ort. Der aktive Technologietransfer zwischen den Cluster-betrieben und externen Technologieträgern, die engen komparativen Vorteile bei Energie- und Rohstoffeinsatz schaffen hierfür die geeigneten und von den Clusterbetrieben gewünschten Grundlagen. Die Mehrheit der Unternehmen bündelt hierzu ihre Aktivitäten im Bereich der Mitarbeiterrekrutierung und der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Darüber etabliert sich ein Netzwerk als Mittel zur Produktivitätssteigerung. So lassen sich durch ein Netzwerk die vorhandenen Kapazitäten ausweiten und Prozesse in der Produktion besser optimieren.

Meilensteine/Maßnahmen

Meilensteine/Maßnahmen

  • Beförderung vorhandener Innovations- und Technologiepotenziale zum Thema Produktions- und Energieeffizienz und Unterstützung des aktiven Technologietransfers, da viele Unternehmen bisher kaum Zugang zu renommierten Forschungsanstalten oder Universitäten gehabt haben
  • Information zur Erschließung von Kostensenkungspotenzialen in den Bereichen Energieeffizienz, Stoffstrommanagement und Erneuerbaren Energie Nachwuchskräfte binden

Als somit sichtbares Kompetenzthema in einer attraktiven Wachstumsbranche identifizieren sich die Bewohner stärker mit der Region und junge Menschen erkennen berufliche Perspektiven und bleiben (Etablierung eines Biokraftstoff-Kompetenzzentrum).

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